Reisebericht und Recherche

Nachrichten sind in der Regel kurz und knapp gehalten, darauf aufbauend kann weiterführend ein Bericht entstehen. Er gehört zu den informativen Darstellungsformen und erfüllt vor allem die Funktion, umfassende Hintergrundinformationen zu liefern, außerdem Ursachen für bestimmte Umstände aufzuzeigen.

Ein einfacher Bericht kann zudem durch subjektive und interpretierende Punkte ergänzt werden und wird damit erweitert.

Informationen, die für den Reisebericht verwendet werden sollen, müssen allgemeinverständlich sein und vor allem auch nachprüfbar sein. Gründliche Recherche ist also Voraussetzung für einen fundierten Bericht. Der Journalist muss vorrangig in Dokumenten nach Informationen suchen, da viele Berichte, die von Agenturen geliefert werden, eher Züge der PR tragen und nicht ohne Weiteres übernommen werden können. Ein „Schönschreiber“, der die Informationen von Veranstaltern unbesehen übernimmt, wird sicher bald auffallen, allerdings zumindest für Leser nicht im positiven Sinne.



Wichtig für einen Reisebericht ist sein Aufbau. Die genannten Fakten und Punkte sollten nach Wichtigkeit geordnet werden. Der kurze Sachbericht ist dabei ähnlich einer Nachricht.

Der längere Sachbericht ist in seinem Aufbau variabler und geht über die reine Darstellung von Fakten hinaus. Die Absätze können chronologisch gestaltet werden, am Schluss kann ein Ausblick auf die Zukunft gegeben werden. Ein praktischer Reisetipp sollte darin vorhanden sein. Am Ende der Reiseberichte können Kontaktadressen stehen oder auch weiterführende Literatur genannt werden.

Der Bericht lebt genau so, wie die Reportage oder die Nachricht von seinem Thema. Das kann ein allgemeiner Aspekt einer Region oder eines Landes sein, es kann aber auch ein bestimmtes Ziel aus einem ganz anderen Blickwinkel als normal betrachtet werden. Der Bericht kann auch von einzelnen Facetten leben, beispielsweise können nur die Museen in einer Stadt vorgestellt werden oder ähnliches.

Als ideale Form für Berichte im Reisejournalismus gelten Zusammenfassungen oder auch Reiseratgeber. Zusammenfassungen können sich mit unterschiedlichen Reisezielen oder –arten beschäftigen, diese müssen aber gut analysiert werden. Der Reiseratgeber kann auf viele verschiedene Themen zurückgreifen und so umfassend über ein komplexes Spektrum ein Land oder eine Region betreffend informieren.

Die Recherche

Vor jeder Reiseberichterstattung steht eine Recherche zum Thema, spätestens, wenn nicht nur das Ziel, sondern auch die Art der Veröffentlichung feststeht. Jeder Bericht will gut vorbereitet werden, ob dies gemacht wurde, erfährt der Leser später auch beim Studieren des Textes.

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, um sich kundig zu machen, wie etwa die Informationssuche in Lexika oder in bereits erschienenden Artikeln und Büchern zum Thema. Reiseführer, die als Buch erschienen sind, bieten hier eine besonders gute Möglichkeit zur Recherche.

Bei allen Informationsmaterialien ist aber zu beachten, ob diese noch auf dem aktuellen Stand hinsichtlich Wirtschaft, Politik und anderer Punkte des Zielgebietes sind. Wichtig für die Recherche sind vor allem Informanten, die bereits in dem Land waren, über das berichtet werden soll. Sie liefern Insiderinformationen und besondere Tipps, die vielleicht aus keiner bisher erschienenden Veröffentlichung hervorgehen. Auch wenn es selten gut ist, Klischees noch zu bestärken, so sollten diese bei der Recherche zumindest bedacht werden. Jeder hat bestimmte Klischees zu Regionen im Kopf, die eventuell durch einen fundierten Reisebericht widerlegt werden können. Eine allzu eingehende Recherche ist jedoch aufgrund Zeitmangels oft schwierig.

Zur Vorbereitung der Reise sollte sich der Journalist einige Fragen stellen, etwa zur Wirtschaft und Politik des ausgewählten Landes, zur Mentalität der Menschen dort und zu ihrer Lebensart, zur sozialen Struktur, zum Klima und zur Infrastruktur, zur Geschichte und zu Besonderheiten des Alltags. Nur, wenn alle Unklarheiten geklärt werden, kann sich am Ende auch ein stimmiges Bild im Bericht ergeben.

Vorbereitung für die Reise heißt natürlich auch, persönliche Vorbereitungen zu treffen, wie etwa Impfungen, Reisepass oder Visum oder auch einfach das Packen der wichtigsten Dinge. Wer die Sprache des Ziellandes nicht kennt, der sollte einen Dolmetscher engagieren.

Während der Reise kann die Recherche beispielsweise über das Internet oder durch das Einholen von Auskünften durch Behörden vor Ort fortgeführt werden. Auch nach der Reise gehören einige Recherchen zur Nachbereitung. Informationen müssen teilweise noch einmal überprüft werden, um nicht am Ende falsche Informationen im Bericht abzuliefern. Können Fragen nicht ausreichend geklärt werden, so sollten sie im Bericht zwar erwähnt, aber das Thema selbst nicht allzu ausführlich behandelt werden.

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